Luftrettung in Göttingen langfristig sichern!

Hermann wendet sich in Brief an Minister Mohrs

Göttingen. Mit einem Brief wendet sich die Göttinger Landtagsabgeordnete Carina Hermann an den Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur und bittet diesen um Unterstützung bei der Umsetzung eines Dachhangars für den DRF-Rettungshubschrauber „Christoph 44“.

„Der Neubau der Universitätsmedizin Göttingen ist in der Region eines der größten Bauprojekte der kommenden Jahrzehnte. Fest mit der UMG verbunden ist der DRF-Rettungshubschrauber ‚Christoph 44‘. Allein im vergangenen Jahr absolvierte die Mannschaft über 1.400 Einsätze. Dieser unermütliche Einsatz wird von den Göttingerinnen und Göttingern hochgeschätzt“, so die CDU-Abgeordnete Hermann.

Im Zuge des UMG-Neubauvorhabens sei nun die Frage um die Schaffung Dachhangars für die Maschine des DRF aufgekommen, der Betriebsabläufe effizienter und Wege reduzieren würde. „Gerade bei solch großen Projekten muss vorausschauend geplant und gebaut werden. Auch wenn derzeit der Bedarf für einen Dachhangar noch nicht vollumfassend gegeben sein mag, wäre es eine Investition in die Zukunft des DRF-Standortes Göttingen“, so Hermann.

Für den Bau eines solchen Hangars fehle derzeit aber noch das Geld, beschreibt Hermann die derzeitige Situation: „Drei Millionen Euro würde der Bau des Hangars kosten. Ich habe mich nun an den zuständigen Fachminister gewandt und hoffe hierbei auf seine Unterstützung. Es wäre ein großer Beitrag für die Gesundheitsversorgung in unserer Region!“


Der Brief im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Minister Mohrs,

der Neubau der Universitätsmedizin Göttingen ist in der Region Südniedersachsen eines der größten Bauprojekte der kommenden Jahrzehnte. Als Maximalversorger nimmt die UMG eine zentrale und nicht zu ersetzende Rolle in der Gesundheitsversorgung der Region ein. Es ist ein gutes und wichtiges Signal für den Standort Göttingen, dass das Bauvorhaben parteiübergreifend positiv und stets zielorientiert begleitet wird.

Fest mit der Göttinger Universitätsmedizin verbunden ist der DRF-Rettungshubschrauber „Christoph 44“. Seit fast 44 Jahren und mit über 1.400 Einsätzen im vergangenen Jahr leistet die Mannschaft einen außerordentlich großen Beitrag für die Gesundheitsversorgung in der Region. Dieser unermüdliche Einsatz für die Gesellschaft wird von den Göttingerinnen und Göttingern hochgeschätzt und honoriert. Dieser gesamtgesellschaftliche Rückhalt zeigt sich derzeit sehr deutlich in der Diskussion um die Zukunft der Station im Kontext der Neubauvorhaben.

Die derzeitigen Planungen sehen im Zuge der Baustufe 1 zwei Hubschrauberlandeplätze auf dem Neubau des Notfall- und OP-Zentrums vor. Derzeit nicht in den Planungen vorgesehen ist ein Dachhangar für die Maschine des DRF. Auch wenn der derzeitge Standort des Hangars mittelfristig noch weiterbetrieben werden kann, muss auf eine langfristige Lösung hingewirkt werden. Bei einer Nutzungsdauer von mehr als 40 Jahren muss vorausschauend gebaut werden, dies schließt im Fall der UMG die notwendigen baulichen Vorkehrungen zum Erhalt des Rettungshubschrauberstandortes ein.

Wie der Presse zu entnehmen ist, fehlen für die Realisation eines Dachhangars laut der UMG mehr als drei Millionen Euro. Ich bitte Sie daher, sich für eine zweckgebundene Erhöhung der Mittel einzusetzen, um so einen entsprechenden Hangar schaffen zu können. Auch wenn kurz- und mittelfristig der Bedarf noch nicht vollumfänglich gegeben ist, bitte ich Sie, die Luftrettung in Göttingen langfristig zu sichern. Es ist wäre ein großer Beitrag, um den südlichsten Teil unseres Bundeslandes zukunftssicher zu gestalten.

Mit freundlichen Grüßen

Carina Hermann